Baumaktion der AG Heimatpflege, der Volksbank Allgäu-West sowie des NABU Aitrach

Die AG Heimatpflege, die Volksbank Allgäu-West und der NABU Aitrach pflanzen gegen das Eschensterben an.

Die Landschaft im Württembergischen Allgäu veränderte sich in den letzten Jahren besonders rasch. Sehr schmerzlich ist dabei das Verschwinden des heimischen „Brotbaumes“, der Esche. Beinahe alle diese landschaftsprägenden Laubbäume leiden am Eschentriebsterben. Die befallenen Bäume werden brüchig und müssen dann häufig aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Die zunehmende Arbeitsbreite landwirtschaftlicher Maschinen lässt manchen Baum zum Hindernis werden, auch bei der Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen wird der schattenspendende Baum manchmal als nachteilig empfunden und entfernt. Wenn Bäume in der freien Landschaft verschwinden, wird leider selten nachgepflanzt. So verschwinden diese landschaftsprägenden Elemente nach und nach.

Die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im Württembergischen Allgäu und die Volksbank Allgäu-West haben deshalb die Initiative „Volksbaum“ gestartet und werden im kommenden Jahr zahlreiche einheimische Bäume neu pflanzen. Der NABU Aitrach hat sich dieser Aktion ebenfalls angeschlossen und spendet weitere Bäume.

Bei einer Versammlung im Neuen Schloss in Kißlegg haben die Ortsheimatpfleger kürzlich die Pflanzaktion beraten. So sollen Ahorn, Linde, Kastanie und Co. vornehmlich an landschaftlich reizvollen Punkten neu gepflanzt werden. Anhand von zahlreichen Bildern erläuterte Prof. Dr. Manfred Thierer die bevorzugten Pflanzplätze auf Kuppen, an Feldkreuzen, Kapellen, Gewässern, Grundstücksgrenzen und als Hofbaum vor großen Gebäuden.

„Die Volksbaumaktion bedarf der Mitarbeit vieler Hände und vieler Grundstückseigentümer“, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege, Dr. Jörg Leist. Deshalb sollten die Heimatpfleger in den kommenden Monaten nach geeigneten Plätzen Ausschau halten und die Grundstückseigentümer gewinnen, damit die Bäume gepflanzt werden können.

Besonders erfreut über eine neuerliche Förderzusage von insgesamt 10.000 € von Josef Hodrus, dem Vorstand der Volksbank Allgäu West, zeigten sich die Heimatpfleger und Verwaltungsmitarbeiter der Städte und Gemeinden im Württembergischen Allgäu. Die Arbeitsgemeinschaft selbst steuert noch 5.000 € zu, versichert Kassier Dieter Krattenmacher, so dass rund 360 Bäume aus heimischem Aufwuchs beschafft werden können. Auch der Vorsitzende des NABU Aitrach, Herr Norbert Rauh, hat auf diese Aktion hin spontan zugesagt, dass der NABU Aitrach weitere Bäume übernimmt.

Wer einen Platz für einen Baum zur Verfügung stellen kann, meldet dies bitte bei Frau Hödtke von der Gemeindeverwaltung (Durchwahl: 9800-11). Die Auslieferung der Bäume ist im Oktober 2016 geplant.

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