Schnelles Internet kommt 2019

Von Mooshausen bis zu den Aitracher Gewerbegebieten werden derzeit die Leitungen verlegt Rund zehn Kilometer Strom- und Glasfaserleitungen werden derzeit in der Gemeinde Aitrach im Boden verlegt.

Im Laufe des Jahres 2019 soll das schnelle Internet dann auch in Mooshausen sowie den Gewerbegebieten Ferthofen und An der Chaussee verfügbar sein. Vertreter der Gemeinde, der Firmen Wiedenmann (Leutkirch) und Fackler (Aitrach) sowie der EnBW-Töchter NetzeBW als Stromversorger und NetCom als Internetanbieter, stellten am Freitagmittag das Projekt vor.

Derzeit sei zwar der Kernort „gar nicht schlecht“ versorgt, aber je weiter man an die Randgebiete komme, desto schlechter werde die Verbindung, beschrieb Bürgermeister Thomas Kellenberger die Situation. „Da kommt nur noch wenig an“, was vor allem für die großen Betriebe in den Gewerbegebieten ein Problem sei.

Dass NetzeBW nun gerade die Frei- durch Erdleitungen ersetze, sei für die Gemeinde ein Glücksfall, sagte Kellenberger, die Glasfaserleitungen könnten gleich mitverlegt werden: „Nur so ist es für uns wirtschaftlich, Glasfaser bis Mooshausen zu bekommen.“

Fast 1,2 Millionen Euro (und damit 230.000 Euro mehr als geplant) kostet die Breitbandversorgung trotzdem. 690000 Euro wird über Landesförderung finanziert, die Gemeinde muss 480.000 Euro tragen.

Bis zum Spätsommer sollen die Kabel verlegt sein, Ende September findet eine Info-Veranstaltung für die Bürger statt, Mitte 2019 soll das schnelle Internet verfügbar sein. Dann gebe es weitere Veranstaltungen und Vor-Ort-Sprechstunden, kündigte Jürgen Prestel vom NetCom-Vertrieb an. Mit genauen Terminangaben halten sich die Verantwortlichen der NetCom bedeckt.

Die Unternehmen (und Neubaugebiete) erhalten den Glasfaseranschluss ans Haus. Privathaushalte werden ab der Verteilerstation mit Kupferkabel versorgt.

Mit dem Verlegen einer neuen 20000-Volt-Stromleitung komme NetzeBW dem erhöhten Leistungsbedarf nach, sagten Bauleiter Manfred Steigmiller und EnBW-Kommunalberater Alexander Schuch. Der Bedarf sei unter anderem auf die Industriebetriebe und Photovoltaikanlagen zurückführen. Rund eine Million Euro investiert das Unternehmen in die Maßnahme.

Verlegt werden die Kabel in einer Tiefe von etwa einem Meter auf offener Strecke mit einem Kabelpflug, der in einem Schritt die Erde auf einer Breite von etwa 50 Zentimetern aufreißt, das Kabel hineinlegt und den Graben wieder zuschüttet. Diese zeitsparende und landschaftsschonende Arbeitsweise sei allerdings nur auf einer Länge von weniger als einem der zehn Kilometer möglich.

Ansonsten werde „normal“ im offenen Straßenbau gearbeitet. Mit einer zweiten Ausnahme: Die Strecke kreuzt einmal den Illerkanal und einmal die Aitrach. Dort werde im aufwendigen Spülbohrverfahren gearbeitet, um die Wasserläufe zu unterqueren.

Kellenberger hob die Bereitschaft der Eigentümer hervor, ihre Grundstücke für die Arbeiten zur Verfügung zu stellen, „obwohl das für die Landwirte eine Belastung ist“.

Text/Bild: von Steffen Lang

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