Amtliche Bekanntmachung

Bebauungsplan mit örtlichen Bauvorschriften „Neue-Welt-Straße" in Aitrach im be-schleunigten Verfahren nach § 13b BauGB

Der Gemeinderat der Gemeinde Aitrach hat am 21. Oktober 2019 in öffentlicher Sitzung den Entwurf des Bebauungsplanes mit örtlichen Bauvorschriften „Neue-Welt-Straße“ gebilligt und beschlossen diesen nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) öffentlich auszulegen.

Der Bebauungsplan mit örtlichen Bauvorschriften wird im beschleunigten Verfahren nach §§ 13b i.V.m. 13a BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt.   Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst eine Gesamtfläche von ca. 3,69 ha mit dem Flurstück Nr. 1251, einer Teilfläche des Flurstückes Nr. 1252 sowie Teilflä-chen der öffentlichen Verkehrsflächen „Neue-Welt-Straße“, Flurstück Nr. 803/30 und Mem-minger Straße L2009, Flurstück Nr. 801.

Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes wird wie folgt begrenzt:

  • Im Norden durch Teilflächen der öffentlichen Verkehrsflächen „Neue-Welt-Straße“, Flurstück Nr. 803/30, Memminger Straße L2009, Flurstück Nr. 801 und der Wege-fläche Flurstück Nr. 803/31 sowie durch die Flurstück Nr. 803/10, 803/26, 803/27, 803/28, 803/11, 803/12, 803/20 und 803/35,
  • Im Osten durch das Flurstück Nr. 1253, einer Teilfläche des Flurstückes Nr. 1252 und durch Teilflächen der öffentlichen Verkehrsfläche der Memminger Straße L2009, Flurstück Nr. 801 sowie durch die Wegefläche Flurstück Nr. 801/2
  • Im Süden durch die öffentliche Verkehrsfläche „Ferthofer Weg“, Flurstück Nr. 1255,
  • Im Westen durch das Flurstück Nr. 1251.

Der Planbereich ist im folgenden Kartenausschnitt (schwarzgestrichelt umrandet) dargestellt.

Maßgebend ist der Entwurf des Bebauungsplanes und der örtlichen Bauvorschriften in der 2. Fassung vom 09.10.2019.

Ziele und Zwecke der Planung
Auf Grund des aktuellen Bedarfs an Bauplätzen zur Wohnnutzung sollen durch die Aufstel-lung des Bebauungsplanes die planungsrechtlichen Zulässigkeitsvoraussetzungen für die Errichtung von Wohngebäuden geschaffen werden. Die ausreichende Versorgung mit einem differenzierten Wohnraumangebot für unterschiedliche Zielgruppen wie Familien, ältere Menschen, Singles, usw. ist Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Gemeinde und durch die notwendige Gewinnung von Fachkräften auch des Wirtschaftsstandorts.

Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Erstellung dieses Wohngebietes geschaffen werden.

Öffentliche Auslegung
Die öffentliche Auslegung findet in Form einer Planauflage im Foyer des Bürgermeisteramtes Aitrach, Schwalweg 10 in 88319 Aitrach vom 11.11.2019 bis 13.12.2019 (je einschließlich) während der üblichen Öffnungszeiten statt. Dabei wird Gelegenheit zur Äußerung und zur Erörterung der Planung gegeben.

Während der Auslegungsfrist können – schriftlich oder mündlich zur Niederschrift – Stel-lungnahmen im Bürgermeisteramt Aitrach abgegeben werden. Da das Ergebnis der Behand-lung der Stellungnahmen mitgeteilt wird, ist die Angabe der Anschrift des Verfassers zweckmäßig. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht während der Auslegungsfrist abgegebene Stellung-nahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan und die Örtlichen Bauvorschrif-ten unberücksichtigt bleiben können.

Bestandteil der ausgelegten Unterlagen sind auch die bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen. Sie enthal¬ten folgende Arten umweltbezogener Informationen:

Artenschutzrechtliche Einschätzung
Zusammenfassung: Aus artenschutzrechtlicher Sicht bestehen keine Bedenken gegen eine Bebauung auf den Flurstücken 1251 und 1252. Die derzeit noch als Lager genutzte Scheuer auf Flurstück 1252 könnte möglicherweise von Fledermäusen genutzt werden (Verkleidung Giebelseiten, Hohlraum auf nördlicher Dachseite), zwei Starenkästen werden möglicherweise genutzt. Falls der Abbruch in der Zeit zwischen November und 15. März durchgeführt wird, bestehen keine Bedenken aus artenschutzrechtlicher Sicht.

Hinweise zu dem Wiesenstreifen im Süden von Flurstück 1252 in Ergänzung des Ergebnisses der artenschutzrechtlichen Betrachtung. Zusammenfassung: Obwohl Teile des Wiesenstreifens am Südrand von Flurstück 1252 nach ihrer Artenzusammensetzung dem Lebensraumtyp 6510 entsprechen, sind diese Bereiche zu schmal, um nach den gültigen Kartierregeln der LUBW erfasst zu werden. Eine fotografische Dokumentation ist vorhanden und kann bei Interesse gerne zur Verfügung gestellt werden.

Schalltechnische Untersuchung des Verkehrslärms
Auf das Plangebiet wirken die Verkehrsgeräusche der BAB A 96, der Hauptstraße (L 260) und der Memminger Straße ein. Auf der BAB A 96 sind bis zum Jahr 2030 43.600 Kfz/24h bei 11,3 % Lkw-Anteil zu erwarten, auf der L 260 7.800 Kfz/24h bei 9,2 % Lkw-Anteil und auf der Memminger Straße 7.500 Kfz/24h bei 6,4 % Lkw-Anteil.

Die auf das Plangebiet einwirkenden Verkehrsgeräusche wurden vom Ingenieur¬büro ACCON GmbH berechnet und im Gutachten ACB-0919-8714/04 vom 09.10.2019 dargestellt. Es wurde gezeigt, dass die Orientierungswerte eines WA tags um bis zu 5 dB(A) und nachts um bis zu 8 dB(A) überschritten werden können.

Aufgrund der Lage des Plangebiets zu den Straßen sind aktive Schallschutzmaßnahmen (Wände, Wälle) im Plangebiet nicht zielführend.

Daher werden die Überschreitungen hingenommen. An den betroffenen Stellen wird als Ausgleich passiver Schallschutz vorgesehen. Neben Schallschutzfenstern werden schall-gedämmte Lüftungseinrichtungen bei Schlafräumen (dazu zählen auch Kinder¬zimmer) erfor-derlich, um den nötigen Luft¬wechsel auch bei geschlossenen Schall¬schutz¬fenstern sicherzu-stellen.

Elektronische Information
Der Inhalt der Bekanntmachung und die Unterlagen werden in das Internet eingestellt und sind unter www.aitrach.de zugänglich.

Gemeinde Aitrach, den 29.10.2019
gez. Thomas Kellenberger, Bürgermeister

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