Saniertes Aitracher Sühnekreuz an neuen Standort versetzt

Von links: Bildhauerin Liona Abrell, Bauhofleiter Johannes Hasel und Ortsheimatpfleger Peter Roth mit dem Sühnekreuz
Das sanierte Aitracher Sühnekreuz wurde in der Nähe des Badesees begutachtet und aufgestellt. Unser Bild zeigt von links: Bildhauerin Liona Abrell, Bauhofleiter Johannes Hasel und Ortsheimatpfleger Peter Roth.

Exponiert an einem gut einsehbaren, neuen Standort unweit des Aitrach-Sees wurde das renovierte, historische Sühnekreuz aus dem 16. Jahrhundert aufgestellt. Das denkmalgeschützte 130 x 90 Zentimeter große und geschätzt 500 Kilogramm schwere Sandsteinkreuz stand bislang etwas versteckt auf einem privaten Grundstück in einer Baumgruppe auf dem Galgenberg bei Aitrach und wurde beim Wintersturm 2019 von einem umstürzenden Eichenbaum auseinandergehauen. Die

Mit den Sanierungsarbeiten des steinernen Mahnmales wurde die Aitracher Bildhauerin Lioba Abrell beauftragt. Sie verschönerte und restaurierte das Sandsteinrelikt zu neuem Glanze, wobei die dunklen Farbbereiche noch austrocknen und sich der helleren Farbe angleichen werden. Die Künstlerin lieferte zudem auch die Entwürfe für eine Edelstahl-Stele, die zu einem späteren Zeitpunkt, versehen mit einer Informationstafel, rechts daneben aufgestellt werden soll. Die Kosten für die Sanierung des Kreuzes betragen 2.142 Euro, für die 120 x 25 Zentimeter große Edelstahl-Stele mit einer Informationstafel 1.653 Euro; hinzu kommen vom Bauhof 1.270 Euro Eigenleistung. Die Maßnahme wird großzügig unterstützt durch den Verein zur Erhaltung sakraler Kulturgüter e.V. der Kreissparkasse Ravensburg sowie dem Denkmalprogramm des Landkreises mit jeweils 750 €, wofür die Gemeinde sehr dankbar war für diese freiwillige, aber wichtige Aufgabe.

Die Setzung des Kreuzes am neuen Standort erledigten Liona Abrell und Bauhofleiter Johannes Hasel mit einem Baufahrzeug unter fachkundiger Beobachtung von Gemeindeheimatpfleger Peter Roth, der dazu vorher intensive Recherchen zu dem Sühnekreuz angestellt hatte. Dabei forschte und fragte er unter anderem im Kloster Rot an der Rot nach und nahm auch Kontakte zu Schloss Zeil sowie beim Pfarramt Legau auf.

Beim Austarieren des asymmetrischen Kreuzes waren Millimeterarbeit mit Augenmaß und mit einer Wasserwage waren bei der Setzung des Kreuzes auf das zuvor vom Bauhof erstellte Fundament notwendig und angesagt, um alle Beteiligten zufrieden zu stellen um danach fachgerecht einbetoniert zu werden. Die Mitwirkenden lobten dann auch den ausgewählten Standort für das neue Sühnekreuz am Wegesrand beim Aitracher Badesee.

Text/Foto: Olaf Schulze

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