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Meine Welt in Form und Farbe


Was für ein wunderschöner Abend. Nicht nur Gisela Weidlich, die Protagonistin bei der Eröffnung ihrer Kunstausstellung im Aitracher Rathauses war glücklich und zufrieden an diesem Festabend; dieses Gefühl teilten auch die zahlreichen Gäste, die dieses hochsommerliche Event besuchten. Diese konnten nicht nur Werke des künstlerischen Schaffens der Kunstmalerin bewundern, auch die Gesangauftritte, die von fünf Mitgliedern der Gruppe "Joy of Voice" performt wurden, riss die Begeisterten zu Beifallsstürmen hin.
Zuvor begrüßte Aitrachs Gemeindechef Thomas Kellenberger die vielen Besucher, von den teilweise drei Generationen der Veranstaltung beiwohnten. Kellenberger erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die erste Ausstellung der Künstlerin im Jahre 2011 in Aitrach. Es ist spannend und schön, dies zu sehen“, so sein Lob. Dies sei ein schöner Abend, Kunst und Musik haben mittlerweile einen festen Platz in der Aitracher Kulturlandschaft.
Die Laudatio zur Ausstellung hielt Angelika Maier, die Tochter der Künstlerin und Gründerin sowie Leiterin der Aitracher Gesang- und Musikschule "Joy of Voice". Liebe Mama wir sind stolz auf dich" lautete der Schlusssatz ihres Vortrages. Ein Satz, der verdeutlichte, was die Jubilarin in ihrem Leben von der Kindheit im Memminger Osten bis zu ihrem 89. Geburtstag am Vernissage Tag, ihren künstlerischen Werdegang betrieb.
"Wenn aus Trümmern Träume werden" resümierte die Laudatorin diesen Lebensweg. In den Trümmern des Memminger Osten, in Zeiten des Hungers und Entbehrungen nahmen die Kinder das, was zerbrochen war und es war fast alles zerbrochen, spielten sie und formten und bauten sie daraus etwas Neues. Dabei lachten sie mitten in den Trümmern und gaben somit ihren Träumen wieder eine Zukunft. Die Liebe zur Malerei entdeckte sie schon in jungen Jahren, danach, als sie Erwachsen wurde, kam eine Zeit, die geprägt war von Familie und Beruf, da war wenig Zeit für die Malerei. So richtig vertiefen konnte sie dies erst danach im Ruhestand belegte sie verschiedene Kurse in Aquarellmalerei an verschiedenen Kunstschulen. Im Laufe der Jahre entwickelte sie ihren eigenen unverwechselbaren Stil, immer auf der Suche nach mit vielfältigen Motiven. Dabei setzt sie Ihre Eindrücke dann in kräftige Farben aber auch in abstrakten filigranen Grafiken um. Anregungen dazu gäbe es genug, sowohl in der Natur, als auch auf Bildern und Fotos. Dabei setzt sie Ihre Eindrücke dann in kräftige Farben aber auch in abstrakten filigranen Grafiken um. Anregungen dazu fand sie in der Natur aber auch auf Bildern und Fotos. Einen Querschnitt ihres künstlerischen Wirkens konnten die Besucher auf über 35 Werken bewundern.
Aber was wäre eine Vernissage ohne musikalische Umrahmung. Dafür betraten Angelika Maier und Karin Hipp sowie Karl-Heinz Sroka, André Montalbano und Gabriel Keckeisen die Bühne. Die Sängerinnen und Sänger, mittlerweile in und auf größeren Sälen und Bühnen tätig, platzierten sich diesmal auf einem begrenzten steinernen Treppenaufgang. Das tat Ihres professional performten Auftritts keinen Abbruch Es umfasste Klassiker der Musikkultur von Oper bis Pop. Beeindruckend, berührend und Gänsehautfeeling vermittele dabei das Damenduo Maier/Hipp mit dem Eröffnungslied: "Heast es ned" (Hubert von Goisern, dass die die Vergänglichkeit der Menschen zum Inhalt hat). Gänsehaut gab es auch beim Geburtstagsständchen des Welthits "Halleluja" von Gabriel Keckeisen (Leonhard Cohen). "
Mit dem Opernklassiker der weltbekannten Arie „Nessun dorma“ aus Puccinis Oper brillierte André Montalbano. Mit dem Versprechen an die Künstlerin: "Bunt und vielfältig wie deine Werke haben wir auch die musikalische Umrahmung auswählt" wurde das Bühnenprogramm mit einem Udo Jürgens Medley abgeschlossen.
Weitere Gesangsdarbietungen gab es noch den ganzen Abend, dabei lief Kerl-Heinz Sroka zu unermüdlicher Höchstform auf und sorgte mit Titel von Elvis bis Frank Sinatra für Wohlbefinden bei den Besuchern.
Ein Abend, der trotz hochsommerlicher Hitze die Besucher begeisterte und auf weitere Veranstaltungen hoffen lässt. "Dies könne bald in Erfüllung gehen", so Kellenberger, schon am heutigen Abend habe ein Künstler zu ihm Kontakt aufgenommen.
Text/Fotos Olaf Schulze
