Gut besuchte digitale Informationsveranstaltung zum Thema "Windenergie in Aitrach"

 

Sachliche Infoveranstaltung am Montagabend, den 18. Januar 2021, zu Fragen um die Windenergie in Aitrach.

Bürgermeister Kellenberger spricht am Tag nach der digitalen Infoveranstaltung von "positiven" Rückmeldungen, egal ob man nun für oder gegen Windenergieanlagen ist". Er sei froh, den Zwischenschritt eines digitalen Informationsformates gewählt zu haben, um die Aitracher Bürgerinnen und Bürger über Sachfragen rund um die Planung der EnBW zu informieren. Diese sehe nunmehr nur noch eine Windenergieanlage vor.

Unterfüttert wurde die mit knapp 120 Zuschauerinnen und Zuschauern gut besuchte Veranstaltung mit Vorträgen von Prof. Dr. Anja Hentschel, Professorin für Umwelt- und Energierecht an der Hochschule Darmstadt und Spezialistin für das Thema Windenergie zu rechtlichen Fragen der Windkraft und Herrn Eulitz, Fachmann für Akustik und technischer Leiter der Studie des Umweltbundesamtes zu Infraschall zum Thema Lärm und Infraschall. Zusätzlich zu den Expert*innen war von der Genehmigungsbehörde Herr Neisecke (Landratsamt Ravensburg) anwesend, der über das Genehmigungsverfahren referierte sowie der interessierte Projektierer (Herr Soukup, EnBW), der den aktuellen Planungsstand vorstellte.

Die Aitracher Bürgerinnen und Bürger hatten bereits vor der Veranstaltung zahlreiche Fragen zu den unterschiedlichen Themen rund um die Windenergie eingereicht: Fragen zur konkreten Planung, den rechtlichen Aspekten der Planung, Abstandsregelungen, Rentabilität sowie vor allem zu Auswirkungen auf die Gesundheit. Diese wurden zusammen mit den während der digitalen Veranstaltung eingehenden Fragen beantwortet. Über weitere Themen soll nach dem Abschluss der Untersuchungen wieder mit ausreichender Zeit für dieses wichtige Thema informiert werden. Generell über das Pro und Contra von Windenergie soll bei einer persönlichen Veranstaltung in der Mehrzweckhalle informiert und diskutiert werden.

Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie hier.

Die Präsentationsfolien der Referierenden stehen ebenfalls zum Download bereit:

Zusätzliche Links des Landes Baden-Württemberger mit Informationen zur Windenergie:

Die Veranstaltung wurde vom Forum Energiedialog im Auftrag der Gemeinde moderiert.

 

Hintergrundinformationen zum Forum Energiedialog:
Mit dem Forum Energiedialog bietet das Land Baden-Württemberg den Kommunen Beratung, Durchführung und Moderation von Veranstaltungen, Konfliktklärung, Klärung fachlicher Streitfragen sowie weitere kommunikative Leistungen an.


Infoveranstaltung "Windenergie in Aitrach"

Klicken Sie hier, um sich in die digitalen Infoveranstaltung "Windenergie in Aitrach" einzuwählen.

Die digitale Informationsveranstaltung "Windenergie in Aitrach" findet am Montag, den 18.01.2021 zwischen 19:00 und 22:00 Uhr statt.

Bitte beachten Sie den aktualisierten Link zur Veranstaltung.

Unter folgendem Link erreichen Sie die Veranstaltung: https://zoom.us/j/98386031514

Hier finden Sie eine Anleitung zur Anmeldung bei der Infoveranstaltung:  Handzettel Zomm Webinar (Computer)
Sie können auch über ein Tablet oder Smartphone teilnehmen. Hierzu sollte die Zoom-App verwendet werden


Einladung zur digitalen Informationsveranstaltung: "Windenergie in Aitrach"

 

Am Montag, den 18. Januar 2021, plant die Gemeinde Aitrach zwischen 19:00 und 22:00 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung zu Fragen rund um die Windenergie.

"Wir wollen, dass sich Bürgerinnen und Bürger zu Pro und Contra der Windenergie in Aitrach ´live´ austauschen können. Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation ist dies derzeit nicht möglich. Daher veranstalten wir als Zwischenschritt eine Informationsveranstaltung zu Fragen rund um die Windenergie im Internet" so Bürgermeister Kellenberger.

Die Gemeinderät*innen haben ihre Fragen zum Thema Windenergie gesammelt und erste Antworten erhalten, diese finden Sie hier.

Anlagen zum Fragenkatalog:

Weiteres Informationsmaterial des Umweltbundesamtes Infraschall und gesundheitliche Wirkung von Windanlagen:

Auf Grundlage dieser Fragen wird Frau Prof. Dr. Hentschel, Professorin für Umwelt- und Energierecht an der Hochschule Darmstadt und Spezialistin für das Thema Windenergie Antworten geben auf rechtliche Fragen der Windkraft. Herr Eulitz, Fachmann für Akustik und technischer Leiter der Studie des Umweltbundesamtes zu Infraschall wird Fragen beantworten können zum Thema Lärm und Infraschall. Zusätzlich zu den Expert*innen sind bei der Veranstaltung die zuständige Genehmigungsbehörde (Herr Neisecke, Landratsamt Ravensburg) und ein interessierter Projektierer (Herr Soukup, EnBW) anwesend, um Fragen nach dem Genehmigungsverfahren und dem aktuellen Planungsstand zu beantworten.

In den bisher vorliegenden Fragen stehen die Fragen zu Spielräumen der Kommune und zu dem zu erwartenden Lärm im Vordergrund. Um hierfür ausreichend Zeit zur Verfügung zu haben, verzichten wir bei der Veranstaltung auf den dritten ursprünglich vorgesehenen Referenten (Herrn Pfeifer von endura kommunal).

Auch die Fragen der Aitracher Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der Veranstaltung sind von Interesse und können eingereicht werden unter: b.vollmer@energiedialog-bw.de.

Während der Veranstaltung besteht ebenfalls die Möglichkeit, schriftlich Fragen abzugeben, die während dem Ablauf aufgegriffen werden.

Der Ablauf ist wie folgt geplant:

  1. Begrüßung Bürgermeister Kellenberger, Einführung Moderator Energiedialog
  2. rechtliche Fragen, Spielräume der Kommune, Rahmenbedingungen (Prof. Hentschel, Hochschule Darmstadt)
  3. Planung Windpark (Hr. Soukup, EnBW)
  4. Vorstellung Genehmigungsverfahren, Blick auf den Artenschutz (Hr. Neisecke, Landratsamt Ravensburg)
  5. Fragerunde

    P a u s e

  6. Lärm und Infraschall (Hr. Eulitz, Möhler + Partner Ingenieure AG)
  7. Fragerunde
  8. Schlusswort Bürgermeister

Am Veranstaltungstag können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger hier in die digitale Infoveranstaltung einwählen. Nähere Informationen sind am Veranstaltungstag auf dieser Seite zu finden. Unter der Telefonnummer 0172 4048933 kann man Unterstützung anfragen, wenn es Probleme bei der Einwahl geben sollte. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und in den darauffolgenden Tagen auf dieser Seite zu sehen sein. Ebenso werden die von den Referent*innen gezeigten Präsentationen auf dieser Seite zum Herunterladen bereit stehen. Die digitale Informationsveranstaltung wird moderiert vom Forum Energiedialog.

Hintergrundinformationen zum Forum Energiedialog:

Mit dem Forum Energiedialog bietet das Land Baden-Württemberg den Kommunen Beratung, Durchführung und Moderation von Veranstaltungen, Konfliktklärung, Klärung fachlicher Streitfragen sowie weitere kommunikative Leistungen an.


Darstellung der Abstände zur Wohnbebauung
Darstellung der Abstände zur Wohnbebauung

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 05.10.2020

Windkraft – Information der EnBW zu den laufenden Untersuchungen

Die Verwaltung begrüßte zu dem Tagesordnungspunkt Herrn Soukup von der EnBW und Herrn Ewen vom Forum Energiedialog. Das Forum Energiedialog ist ein Unterstützungsangebot des Landes Baden-Württemberg um Informationen rund um die Energiewende zu erhalten und diese auch in Informationsveranstaltungen weiterzugeben. Der Gemeinderat hat dieses Angebot genutzt um sich gemeinsam vor Ort mit den Beteiligten und Betroffenen beim einem Windkraftprojekt in der Nähe von Bad Saulgau zu unterhalten, so dass jeder einen persönlichen Eindruck erhalten konnte. Herr Ewen ist auch im Nachgang zur öffentlichen Sitzung zum Dialog bereitgestanden.

Herr Soukup stellte eingangs die EnBW als Energieunternehmen vor, das über den Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke auch eng im oberschwäbischen Raum mit den Landkreisen und Kommunen verbunden ist. Das Unternehmensziel ist ein wesentlicher Ausbau der regenerativen Energien und damit Ausstieg aus der Kohleverstromung. Dafür soll die installierte Windenergie auch an Land ausgebaut werden.

Auslöser für die Planung der EnBW ist der neue Windatlas des Landes Baden-Württemberg, der auf einer neuen Grundlage die Windleistungsdichte ermittelt hat, die im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft über dem empfohlenen Orientierungswert liegt. Der neue Windatlas diente der EnBW dazu eine Potentialanalyse zu erstellen unter Berücksichtigung der auch damals im Jahr 2013 im Vorentwurf für einen Teilflächennutzungsplan angewendeten Restriktionen. Diese Flächen wurden bzw. werden dann nochmals genauer betrachtet, z.B. im Hinblick auf den Bauschutzbereich des Flugplatzes Memmingen, wodurch sich weitere Einschränkungen ergeben. Wie bereits zu den Fragen der Einwohner thematisiert, hat der Gesetzgeber die Windkraftanlagen privilegiert, so dass diese im Außenbereich nach § 35 Baugesetzbuch in einem immissionsschutzrechtlichen Verfahren durch das Landratsamt zu beurteilen sind. Eine Restriktion dabei ist die Schallausbreitung, wobei nach den gesetzlichen Grenzwerten 45 db(A) nachts einzuhalten sind. Diese Werte werden nach vorgegebenen Verfahren berechnet, wie dies z.B. bei einem Neubaugebiet an der Autobahn gleich gehandhabt wird und wo in der Regel die gleichen Werte gelten. Diese Werte werden nach dem derzeitigen Stand eingehalten, wobei Herr Soukup deutlich machte, dass die Planung noch keine konkreten Standorte vor Ort untersucht hat, z.B. im Hinblick auf die Bodenbeschaffenheit, sondern der derzeitige Stand anhand der sonstigen Rahmenbedingungen erfolgt ist. Des Weiteren ist der Schattenwurf zu beurteilen, der gesetzliche Grenzwert von Maximum 30 Stunden im Jahr darf nicht überschritten werden. Herr Soukup stellte dar, dass dieser Wert mit der Annahme berechnet wird, dass die Sonne stetig scheint, so dass die tatsächliche Einwirkung geringer ist. Aus diesen verschiedenen Vorgaben ergeben sich auch die Abstände zur Wohnbebauung, die zu den Siedlungen mehr als 1.000 m beträgt und im geringsten Abstand zu den Wohngebäuden im Außenbereich 550 m. Die EnBW hätte aus diesen Rahmenbedingungen heraus als Standort den Gemeindewald angefragt, um möglichst viel Wertschöpfung in der Gemeinde zu belassen. Von den Rahmenbedingungen sind aber auch weitere Standorte geeignet.

Der naturschutzfachliche Untersuchungsumfang wurde von Herrn Königsdorfer von der LARS consult GmbH mit Standorten in Memmingen und Augsburg dargestellt. Der Untersuchungsumfang beinhaltet Vögel und Fledermäuse, aber auch andere Artengruppen wie Haselmaus, Zauneidechse, Gelbbauchunke, Nachkerzenschwärmer, usw. Herr Königsdörfer stellte sowohl den Raum der Untersuchungen als auch die praktische Vorgehensweise mit mehreren Beobachtungspunkten, unter anderem einem Baumbeobachtungspunkt, vor und zeigte beispielhaft die Flugbewegungen des Rotmilans und des Schwarzstorchs. Des Weiteren wurden die Fortpflanzungsstätten windkraftempfindlicher Brutvogelarten erfasst und auch Rastplätze. Herr Königsdorfer führte aus, dass die Aufnahmen der Flugbewegungen nur Beispiele für einzelne Tage sind und weitere Aufnahmen im Frühjahr erfolgen müssen und dann eine Gesamtauswertung. Der Untersuchungsumfang wird durch die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt festgelegt, die im Genehmigungsverfahren beurteilt, ob wesentliche naturschutzfachliche Auswirkungen zu befürchten sind. Des Weiteren wurden zwischen April und Oktober sogenannte Transektbegehungen und automatische Dauererfassungen von Fledermäusen mit speziellen Geräten vorgenommen. Herr Königsdorfer betonte abschließend nochmals, dass es heute darum ging den derzeitigen Stand der Untersuchungen darzustellen, aber noch Untersuchungen sowie eine abschließende Gesamtbetrachtung ausstehen, die erst im Frühjahr vorliegen werden.

Herr Soukup stellte dar, dass in Leutkirch Windmessungen mittels Lasermessungen erfolgt sind, die zwar ebenfalls noch fortgesetzt werden müssten, die aber bisher Werte erbracht hätten, die den Windatlas des Landes Baden-Württemberg und damit die gute Windleistungsdichte bestätigen. In Aitrach würde wegen der geringeren Geländehöhe eine geringere Leistung erwartet, wie auch im Windatlas ausgewiesen, aber ebenfalls über den empfohlenen Werten. Hierzu müssten noch lokale Windmessungen erfolgen.

Der vorläufig geplante Anlagentyp wäre der TypV162 des Herstellers Vestas. Es handelt sich um einen Stahlrohrturm mit einem Ortbetonfundament mit einer Nabenhöhe in Meter über Grund von 169 m, einem Rotordurchmesser von 162 m mit 3 Blatt und einer Gesamthöhe von 250 m sowie einer Nennleistung von 5,6 MW. Herr Soukup zeigte Visualisierungen hierzu aus verschiedenen Richtungen auf. Auf Nachfrage erläuterte Herr Soukup, dass die Genehmigungsbehörde die Standorte für Visualisierungen festlegt, weitere aber sicher auch auf Anfrage der Gemeinde möglich sind. Diskutiert wurden die Visualisierungen auch im Hinblick auf die Darstellung mit Kontrast der Windräder zum Himmel, usw. und die dadurch tatsächliche Sichtbarkeit und Störungspotential.

Herr Soukup ging im Abschluss auf die von der EnBW bereits an anderen Standorten verwirklichten Beteiligungsmodelle ein. Die Gemeinde erhält, insoweit sie Flächeneigentümerin ist, Pachteinnahmen sowie eine freiwillige finanzielle Beteiligung der Kommune durch die EnBW von 0,1 ct/kWh und natürlich Gewerbesteuer. Den Bürgerinnen und Bürgern können, wie auch beim Solarpark der EnBW im Gewerbegebiet An der Chaussee, einerseits sogenannte Nachrangdarlehen angeboten werden, die in einem vergleichbaren Fall einen Zinssatz von 2,5 % hatten, eine Laufzeit von 7 Jahren und eine Einlagenhöhe von 1.000 bis 10.000 € ermöglichten. Es wäre aber auch eine Unternehmensbeteiligung über Geschäftsanteile möglich, z.B. über eine eingetragene Bürgerenergiegenossenschaft, hierzu gab es z.B. beim Solarpark auch bereits eine Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Leutkirch. Herr Soukup betonte, dass die EnBW auch Betreiber der Windkraftanlagen sein wird und somit dauerhafter Partner, da oft auch Projektentwickler die Anlagen planen und der Betreiber noch nicht feststeht bzw. wechselt.

Als mögliches weiteres Vorgehen stellte Herr Soukup dar, dass zuerst natürlich Pachtverträge mit Eigentümern geklärt sein müssten, was auf Grund der derzeitigen Planungen im Gemeindewald zuerst der Gemeinderat entscheiden müsste. Des Weiteren würden Windmessungen erfolgen und die naturschutzfachlichen Untersuchungen müssten im Frühjahr abgeschlossen werden, um dann gegebenenfalls in ein Genehmigungsverfahren mit einem Antrag beim Landratsamt einzusteigen.

In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Themen angerissen, aber auf Grund des derzeitigen Informationsstandes natürlich nicht abschließend beraten. Aus dem Gremium heraus wurde genau dies bemängelt, dass die Informationen noch nicht ganz konkret auf Aitrach zugeschnitten seien. Herr Soukup bestätigt dies, da gerade eine sehr frühzeitige Information stattfinden sollte. Die Rahmenbedingungen wegen Schallausbreitung, Schattenwurf, Abstände zur Wohnbebauung, usw. seien aber auf Grund der Erfahrungen schon ziemlich genau. Natürlich könnten sich durch weitere Untersuchungen wie dem Naturschutz, Bodenbeschaffenheit, usw. immer Änderungen ergeben. Nach den derzeitigen Erkenntnissen würde die EnBW aber davon ausgehen, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen in einem immissionsschutzrechtlichen Verfahren eingehalten werden könnten. Des Weiteren wurde nachgefragt, ob zwei Windkraftanlagen wirtschaftlich seien, da in Bad Saulgau mehr verwirklicht wurden. Herr Soukup führte aus, dass zur Beurteilung verschiedene Faktoren eine Rolle spielen wie die Windhöffigkeit, Erschließungskosten, usw. und die zwei Anlagen ebenfalls nach dem derzeitigen Erkenntnisstand wirtschaftlich wären. Herr Königsdorfer von LARS consult führte auf Nachfrage aus, dass das Büro unabhängig wäre und es keine Verflechtungen zur EnBW gebe. Die Prüfung der Ergebnisse würde durch das Landratsamt erfolgen. Im derzeitigen Stand der Untersuchungen sei noch kein artenschutzrechtliches Ausschlusskriterium aufgetreten. Die Beurteilung, ob hier ein wesentlicher Eingriff erfolgt, obliegt der Unteren Naturschutzbehörde. Es wird hierbei je nach Art nicht das einzelne Tier abgestellt, sondern betrachtet, ob die Auswirkungen auf die Population wesentlich sind. Je nach Art könnten auch Vermeidungs- und Ablenkungsmaßnahmen vorgeschrieben werden. Von verschiedenen Seiten wurde das Thema der Speicherung bzw. von Überschussstrom, für dessen Abnahme durch das Ausland sogar bezahlt werden müsste, angesprochen. Herr Soukup stellte dar, dass mit den Kraftwerken die nächsten Jahre große Potentiale vom Netz gehen, die ersetzt werden müssten und die Idee der Energiewende gerade auf dezentrale Strukturen setzt. Dazu sei aber natürlich eine wesentlich aufwändigere Steuerung der Energieflüsse notwendig, was auch Auswirkungen auf PV-Anlagenbetreiber hat, die auch heruntergeregelt werden können nach dem Gesetz. Windkraftanlagen würden aber auch manchmal aus anderen Gründen wie dem Artenschutz, Schattenwurf, usw. still stehen, um den Vorgaben gerecht zu werden. Generell sei aber auch der internationale Handel von Strom nicht ungewöhnlich im Strommarkt, da auch Deutschland importiert. Zum Schluss beantwortete Herr Soukup noch eine Frage zum Infraschall. Bei Infraschall handelt es sich um tieffrequente Geräuschanteile, für die der eigentliche Hörsinn des Menschen kaum mehr empfänglich ist. Infraschall würde auch von anderen Quellen, z.B. Autos, Wind, usw. verursacht. Nach Untersuchungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) gehen davon keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit aus. Im Genehmigungsverfahren bilden die wissenschaftlichen Untersuchungen und Einschätzungen der Anstalten des Landes und des Bundes die Grundlage.

Die Verwaltung führte aus, dass die heutige Information der EnBW als Projektträger über den derzeitigen Stand der Untersuchungen der Start war und die Gemeinde im weiteren Verlauf weitere Beteiligten wie die Genehmigungsbehörde, Gutachter, usw. wieder bitten wird an Informationsveranstaltungen teilzunehmen.

Die Präsentation der EnBW zu Windkraft in Aitrach finden Sie hier.